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CCTV-Speicherleitfaden: NVR-Festplattenkapazität berechnen
Schätze den Speicherbedarf mit einer bitratebasierten Formel und erfahre, welche Einstellungen das Ergebnis verändern.
Erste Speicherabschätzung
Multipliziere die durchschnittliche Bitrate jeder Kamera mit der Aufnahmezeit, teile durch acht, um Bits in Bytes umzuwandeln, und multipliziere anschließend mit Tagen und Kameras.
Schätzung in dezimalen GB ≈ Bitrate (Mbit/s) × 0,45 × Aufnahmestunden pro Tag × Aufbewahrungstage × Kameras.
Beispiel: Eine Kamera mit 2 Mbit/s benötigt bei durchgehender Aufnahme für 30 Tage etwa 648 GB, noch ohne Reserve. Vier gleiche Kameras benötigen etwa 2.592 GB oder 2,6 TB. Die tatsächliche Bitrate hängt von Bewegung, Licht, Auflösung, Bildrate und Einstellungen ab.
Aufnahmeeinstellungen berücksichtigen
Verwende nach Möglichkeit die durchschnittliche Bitrate der Kamera oder des Rekorders. Ist nur ein Höchstwert bekannt, plane Reserve ein und prüfe den Verbrauch anhand echter Aufnahmen. Daueraufnahme benötigt meist mehr Speicher als bewegungsbasierte Aufnahme; eine falsch konfigurierte Bewegungserkennung kann jedoch Ereignisse verpassen.
Laufwerkskapazität auswählen
Plane Reserve für Bitratenschwankungen, Rekorder-Overhead und künftigen Bedarf ein. Prüfe die unterstützte Laufwerkskapazität und Anzahl der Laufwerke des NVR. Bei RAID hängt der nutzbare Speicher von der Konfiguration ab und kann unter der Summe der Laufwerksangaben liegen.
Hersteller geben meist dezimale TB an, während manche Systeme binäre Einheiten anzeigen; die sichtbare Kapazität kann daher kleiner wirken.
Mit echten Aufnahmen prüfen
Nimm mit den endgültigen Einstellungen ruhige und belebte Zeiträume auf und kontrolliere den tatsächlichen Verbrauch. Prüfe, wann alte Aufnahmen überschrieben werden und ob Clips exportiert werden können. Berechne nach Änderungen an Auflösung, Bildrate, Codec oder Zeitplan neu.
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